YourMindz Health

Mehrsprachige psychologische Unterstützung für Expats & internationale Familien

„Zuhause ist nicht immer ein Ort. Manchmal ist es das Gefühl, bei sich selbst anzukommen.“

Als lizensierte Psychotherapeutin begleite ich Menschen aus aller Welt- Expats, MigrantInnen, Expatfamilien und alle, die sich hier wiederfinden. Ob psychologische Beratung, Coaching oder Psychotherapie für Kinder und Jugendliche ( je nach Gesetzeslage)- Damit die Welt nicht länger fremd wirkt.

Jessica Greve

Du musst dich nicht entscheiden, wo du hingehörst, um dich wieder zuhause zu fühlen.

Jessica Greve

Über mich

Ich bin Jessica Greve, approbierte Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin für Verhaltenstherapie in Deutschland sowie Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin (M.A.). Aus eigener Erfahrung kann ich nachempfinden, wie herausfordernd und spannend zugleich eine Relocation sein kann. Ich habe im Ausland studiert und während meines Berufslebens mehrere Jahre, bis heute, in verschiedenen Ländern und Kulturen gelebt. Man hinterlässt zunächst alle Gewohnheiten, Routinen und immateriellen Ressourcen, die man sich bisher geschaffen hat. Man ist allerdings dieselbe Person, die mit einem Rucksack voller positiver und schmerzhafter Lebensgeschichten unbekannte Wege gehen wird. (Vor)Freude und Abenteuerlust, Altlasten und Kulturschocks können die Wege kreuzen und erschweren. Auf dem Weg zu einem neuen Zuhause.

Ein Zuhause zu finden bedeutet allerdings nicht immer, sich sofort Zuhause zu fühlen. Manchmal beginnt Zuhause dort, wo du selbst wieder verstehst, annimmst und lieben lernst.

Den eigenen Weg mit meiner Profession zu verbinden und die Wege meiner Coachees und PatientInnen zu begleiten, ist für mich eine Herzensaufgabe. Die Erfahrung aus meiner sozialarbeiterischen und verhaltenstherapeutischen Arbeit sowie mein ganzheitlicher, biopsychosozialer Ansatz ermöglichen es mir

  • kultursensible psychologische Beratung und Orientierung
  • Coaching für persönliche, familiäre und berufliche Übergänge
  • Coaching in kleinen Gruppen (bis zu 4 Personen) Expats/​PartnerInnen/​Familien/​themenbezogenes Gruppencoaching
  • Psychotherapie (je nach rechtlichen Rahmenbedingungen des Wohnsitzlandes) für Kinder und Jugendliche
  • und Beratung in vier Sprachen: Deutsch, Englisch, Spanisch, Niederländisch anzubieten.

Yourmindz Health- weil du überall auf der Welt bei dir selbst ankommen darfst.

Wortklärung „Expat“/ „MigrantIn“

Ich habe mich für das Anbieten eines „Expat Coachings online und Psychotherapie für Expats online“ entschieden, da die Begriffe „Expat“ (lat. Ex und Patria: from land, country) und „Migrant“ (lat. Immigrare, to immigrate) der Wortherkunft nach das Gleiche ausdrücken. Missbräuchlich wurden die Begriffe in der Vergangenheit dazu genutzt Unterschiede in Klassenzugehörigkeit und Hautfarbe zu betonen. Auch heute sehe ich, dass die Unterscheidung der Begriffe in den sozialen Medien teils hochemotional ist, Menschen klassifiziert und noch immer höchstaktuell debattiert wird.

Bei Gründung von Yourmindz Health wurde mir bewusst, dass ich mich für einen dieser Begriffe oder die Verwendung beider gleichzeitig entscheiden muss.

Warum ich dieses an dieser Stelle beschreibe, weil es einen wichtigen Aspekt meiner Arbeit als psychologische Beraterin, Coach und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (VT) ausmacht:

Sprache kreiert Wirklichkeit und Persönlichkeit- wer täglich zehnmal hört, dass er einer bestimmten Menschengruppe angehöre oder sich selber vor dem Spiegel sagt, dass er eine große Nase hat… der wird das mit großer Wahrscheinlichkeit, mit der Zeit in sein Selbstbild integrieren. Sprache kann somit leider nicht nur Kleinkinder mit einem „Toll gemacht, Jutta“ loben, sondern auch als Waffe eingesetzt werden. Dabei sind Sie und ich, als „Expats“ eine besonders vulnerable Gruppe: In den ersten Tagen im neuen Land, in der neuen Kultur, werden die allermeisten von uns sich erstmal ziemlich „sprachlos fühlen“ und „sprachlos sein“. Im übertragenen Sinne steht also unsere neue Umwelt uns mit sprachlichen „Waffen“ gegenüber, während wir sprachlos sind. Weil wir die Sprache unserer Mitmenschen (noch) nicht sprechen oder verstehen. Aber auch, wenn wir die Sprache fließend beherrschen, so fehlen uns doch häufig Dinge, die man gar nicht mal so einfach beschreiben kann- das Wissen wie die Kultur und die Sprache um mich herum funktioniert! Da braucht es einiges an Resilienz und Selbstwertgefühl, um sich nicht nur als „sprachlos“, sondern auch ziemlich „hilflos“ zu fühlen.

Als Deutschstämmige fällt es mir schon in meiner eigenen Kultur schwer, es nicht auf mich zu beziehen, wenn die Berliner Bäckerin statt Lächeln und „Guten Morgen“ direkt ein „ Wat wolln´se?“ um die Ohren haut. Im Ruhrgebiet wäre es vielleicht ein etwas freundlicheres „Morjen, wat darfs sein?“gewesen. 😊 (Vorurteile off 😊 )

Bin ich nun in einer anderen Kultur, dann bin ich in solchen Situationen erst recht „sprachlos“. Weil ich Dinge, die die Kultur einzigartig machen, nicht nachvollziehen kann. Ist die französische Bäckerin unfreundlich zu mir, weil ich Deutsche bin? Werde ich am US-Flughafen stärker kontrolliert, weil ich, einen Zylinder und pinke Socken an habe? Die Antwort ist leider, dass wir nie wissen können, was der oder die andere denkt. Das kann verletzend/überfordernd/ängstigend,…sein.

Bei vielen Menschen arbeitet in dieser aufregenden Zeit unsere emotionsverarbeitende Amygdala, einer der ältesten Teile des Hirns, auf Hochtouren. Viele fühlen sich „leichter verletzlich“ oder sind zumindest dauerhaft wachsamer, als im bekannten und vertrauten Umfeld.

YourMindz Health ist sich beim online coaching für Expats dieser Macht der Worte, der man ausgeliefert ist, sowie der Wirkung, die das auf uns individuelle Menschen hat, bewusst.

Ich verwende den Begriff „Expat“ inklusiv und schließe alle Menschen, die als temporäre Arbeitskraft oder mit temporärem Visum in einem anderen Land leben. Führte ich eine Trennung dieser beiden Begriffe ohne Darlegung meiner Intention sowie ohne Möglichkeit zum öffentlichen Diskurs (z.B. auf meiner Instagram Seite) fort, so würde ich das Lesen und interpretieren dieser Begriffe mit rassistischem Hintergrund „am Leben halten“. Dabei sind wir Expats/Migranten/Globetrotter/Heimatsuchende alle mit den gleichen Herausforderungen beschäftigt, andere, teils individuelle Herausforderungen kommen bei einigen von uns noch erschwerend hinzu. Zum Beispiel das Verarbeiten seiner Emotionen und das Durchleben von Rassismus.

Ein Teil meiner Arbeit besteht aus dem gemeinsamen Analysieren und Dekonstruieren sozialer Situationen, die als belastend empfunden werden. Wir prüfen, ob unsere Interpretation der Situation auf Fakten beruht. Dann überlegen wir gemeinsam, welche Schritte du benötigst, um im neuen Lebensalltag Resilienz (psych. Widerstandskraft) zu erlangen. Welchen Mantel möchte ich mir überlegen, damit ich mein Innenleben mit meiner Aussenwelt (wieder) in Einklang bringen kann. Wie kann ich in mir selbst mein Zuhause finden, egal, wo auf der Welt ich mich gerade befinde!

„Heimat in mir selbst zu finden, egal wo ich mich befinde…“